Charles Bukowski

Charles Bukowski gilt vielen Literaturliebhabern nicht als „wahrer“ Poet, andere sehen in ihm sogar bloß einen vulgären Schreiberling, für Walter Jens war er ein „eigenwilliges Unikum, das sich weder einordnen noch kategorisieren lässt“; für mich ist er ein origineller Poet, der viel interessanter ist als so manche Schreiber beziehungsweise Verseschmiede, die unter „Literatur“ eingeordnet werden. Der „dirty old man“, dieser überaus trinkfreudige Dichter der Straße und der Spelunken, hat die Welt und den Menschen vollkommen nüchtern betrachtet: „Das Problem der Welt ist, dass intelligente Menschen voller Zweifel und Dumme voller Selbstvertrauen sind.“ Auch der Stellenwert der Lyrik wurde von ihm richtig erfasst: „[…] das Gedicht ist der einsame Favorit auf der Zielgerade. Daran führt nichts vorbei. Es wird das Rennen machen.“