Neil Young

Gottfried Benn urteilte im Jahre 1951 in seinem Vortrag „Probleme der Lyrik“: „keiner auch der großen Lyriker unserer Zeit hat mehr als sechs bis acht vollendete Gedichte hinterlassen, die übrigen mögen interessant sein unter dem Gesichtspunkt des Biographischen und Entwicklungsmäßigen des Autors, aber in sich ruhend, aus sich leuchtend, voll langer Faszination sind nur wenige – also um diese sechs Gedichte die dreißig bis fünfzig Jahre Askese, Leiden und Kampf.“ Benns Diktum gilt im Allgemeinen auch für die Singer-Songwriter der Rock- und Pop-Musikgeschichte, jedoch keineswegs für den seit Jahrzehnten vor Kreativität nur so sprühenden Neil Young, weswegen es schwer fällt, eine Auswahl zu treffen.