Ravel: Klavierkonzert G-Dur

Ich wünsche meinen Lesern ein friedliches und mit recht viel Muße für die Künste gesegnetes neues Jahr!

Beginnen wir es mit einem Optimismus ausstrahlenden Meisterwerk von Maurice Ravel: das Klavierkonzert in G-Dur; die hier präsentierte Interpretation von Arturo Benedetti Michelangeli aus dem Jahre 1957 mit dem Philharmonia Orchestra London unter der Leitung von Ettore Gracis gilt bis heute als unübertroffen. Als Ravel dieses Konzert komponierte (1929-1931), arbeitete er gleichzeitig an seinem Klavierkonzert D-Dur für die linke Hand (1929-1930) und war körperlich sehr angeschlagen: „Unter dem Druck entsetzlicher Schmerzen: Durchblutungsstörungen des Gehirns, Neurasthenien etc. bin ich gezwungen, Ruhe zu halten und vor allem zu schlafen – eine Gewohnheit, die ich schon fast ganz verloren hatte“ (so Ravel in einem Brief an den belgischen Konzertveranstalter Georges Vriamont); über den zweiten Satz, das Adagio, sagte er: „Dieser fließende Ausdruck! Wie ich ihn Takt für Takt überarbeitet habe! Er brachte mich beinahe ins Grab!“